Das Glücksspiel in der Kunst

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06.06.2018

Das Glücksspiel ist einer der ältesten Zeitvertreibe der Welt. Verweise zu Wetten und Spielen finden sich in der Geschichte vieler Kulturen. Obwohl sich die Einstellung zum Einsetzen von Geld über die Jahrhunderte verändert hat, inspirierte die Auffassung und der Akt des Glücksspiels einige der größten und wertvollsten Kunstwerke vom 17. Jahrhundert bis zum heutigen Tag. Wir zeigen Ihnen einige der berühmtesten Kunstwerke rund ums Glücksspiel.

Das Glücksspiel ist einer der ältesten Zeitvertreibe der Welt. Verweise zu Wetten und Casinospielen finden sich in der Geschichte vieler Kulturen. In jeder Generation finden sich berühmte Menschen, die auch bekannte Glücksspieler sind, wie beispielsweise einige der erfolgreichsten Musiker unserer Zeit. Obwohl sich die Einstellung zum Einsetzen von Geld über die Jahrhunderte verändert hat, inspirierte die Auffassung und der Akt des Glücksspiels einige der größten und wertvollsten Kunstwerke vom 17. Jahrhundert bis zum heutigen Tag. Wir zeigen Ihnen Klassiker rund ums Glücksspiel.

Joueurs se Querellante (Zankende Glücksspieler)

Der niederländische Maler Jan Steen gestaltete 1665 „Joueurs se Querellante (Zankende Glücksspieler)“. Dieses Ölgemälde fängt eine Tavernenrauferei perfekt ein, bei der etwa ein Dutzend Menschen in einem hitzigen Austausch über ein Backgammon-Spiel verwickelt sind. Die Einzelteile des Bretts sind auf dem Boden am unteren Rand des Gemäldes verstreut, zusammen mit den Karten eines nahegelegenen Spiels, das durch den Streit unterbrochen worden ist. Zwei Frauen versuchen, die rangelnden Männer auseinanderzubringen, während ein fröhlicher Geiger das Handgemenge mit Musik untermalt. Die Werke Steens sind für ihren Humor bekannt und in einem von ihnen malte er eine weitere Backgammon-Rauferei in „Streit beim Kartenspiel“. „Zankende Glücksspieler“ hängt im Detroit Institute of the Arts.

Hunde, die Poker spielen (Dogs Playing Poker)

Im Jahr 1903 beauftragte das Verlagshaus Brown & Bigelow in Minnesota den Künstler Cassius Marcellus Coolidge damit, die Sammlung „Hunde, die Poker spielen (Dogs Playing Poker)“ mit 16 Gemälden zu kreieren – ursprünglich, um Zigaretten zu bewerben. Coolidge bebildert eine Welt, in der Tiere, hauptsächlich Hunde, menschlichen Körper und Zügen haben. Das erste und bekannteste Gemälde der Serie war „Pokerspiel (Poker Game)”, das im November 2015 für 658.000 US-Dollar auf einer Auktion versteigert wurde. Ebenso illustrieren weitere Gemälde wie „Ein gewagter Bluff (A Bold Bluff)“ oder „Waterloo“ den Anfang und das Ende eines Pokerspiels. Diese beiden wurden 2005 zusammen bei einer Auktion verkauft, bei welcher der Besitzer 50.000 US-Dollar erwartete und eine nette Überraschung erlebte, als diese schließlich für 590.400 US-Dollar über den Tisch gingen.

Die Kartenspieler (The Card Players)

Dieses unterbewertete Prachtstück des französischen Post-Impressionisten Paul Cézanne wurde plötzlich ins Licht gerückt, als der Staat Katar 2011 250 Millionen US-Dollar dafür bot. „Die Kartenspieler“ ist eins von fünf Gemälden einer Serie, die in den späten 1890er Jahren entstanden. Die anderen Kunstwerke werden in Galerien und Museen überall auf der Welt ausgestellt, nämlich im Metropolitan Museum of Art in New York, dem Musée d’Orsay in Paris, dem Courtauld in London und der Barnes Foundation in Philadelphia. Alle fünf zeigen Spieler, die schweigsam in ein Kartenspiel wie Blackjack vertieft sind und auf ihr Blatt starren. Cézanne wählte örtliche Landarbeiter als Modelle, was aus den subtilen Details im Hintergrund deutlich wird. Von den Portraits geht wenig Erzählung oder Dramatik aus, es wird nur der Akt des Kartenspiels selbst gezeigt.

Am Roulette-Tisch in Monte Carlo

Evard Munchs Meisterstück „Der Schrei“ ist wohl sein bekanntestes Werk. Der norwegische Maler besuchte jedoch auch häufig Südfrankreich und war so etwas wie ein regelmäßiger Spieler and den Casino-Tischen in Monte Carlo. Er übertrug seine Besessenheit vom Glücksspiel in seine Kunst und gestaltete mehrere Gemälde rund um das Thema, darunter auch das Roulette-Spiel. „Am Roulette-Tisch in Monte Carlo“ vermittelt die Aufregung und nervöse Stimmung am Tisch, wenn sich das Rad dreht und das gesichtslose Publikum dabei zusieht. Das Ölgemälde auf Leinwand von 1892 ist nun Teil der Sammlung im Munch Museum in Oslo.

Der Falschspieler mit dem Kreuz-Ass

Das Gemälde von Georges de La Tour teilt mehrere Motive mit einem weiteren mit dem Glücksspiel verbundenen Kunstwerk, nämlich Caravaggio’s „Die Falschspieler“. Beide können im Kimbell Art Museum in Texas betrachtet werden, „Der Falschspieler mit dem Kreuz-Ass“ ist jedoch insofern clever, als dass es die Betrachter zu Mittätern macht. Der Betrüger aus dem Titel befindet sich auf der linken Seite und hält seine Karten so, dass die Betrachter sie sehen, die anderen drei Spieler können dies jedoch nicht. Es fängt die angespannte Dramatik und die psychologische Kampfführung von Seitenblicken und stählernen Ausdrücken perfekt ein, welche auch bei modernen Pokerturnieren regelmäßig beobachtet werden können.

Freuds und Bacons Schulden an McLean

Zwar wird das Glücksspiel nicht in ihren Kunstwerken abgebildet, allerdings verbindet Lucian Freud und Francis Bacon mehr als nur ihre Freundschaft, nämlich auch ein Wettanbieter mit Namen Alfie McLean. Freud machte bei dem irischen Buchhalter Schulden und dieser erlaubte dem Künstler, seinen Rückstand mit seinen Werken zu tilgen. Freud und der Buchhalter aus Ballymena wurden Freunde, ebenso wie der Künstler Francis Bacon, der seine Kunst ebenfalls dazu nutzte, Wettschulden mit seinem Talent auszugleichen. Über die Spanne von 40 Jahren hinweg, so wird angenommen, malte Freud 23 Portraits von McLean und seiner Familie, wobei jedes einzelne eine Schuld beglich. Als McLean 2006 starb, wurde die Sammlung auf einen Wert von etwa 100 Millionen US-Dollar geschätzt.

 
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