9 Dinge, die Sie nicht über Kartenspiele wussten

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31.08.2018

Kartenspiele kommen nie aus der Mode. Sogar die mobilen Nutzer, die immer auf der neuesten Welle der Technik schwimmen, laden sich die klassischen Tischspiele herunter. Hinter den Kartenspielen steckt mehr, als man vielleicht annehmen mag: Spielen Sie mit einem dieser interessanten Fakten bei der nächsten Runde mit Freunden einen Joker aus!

1. Moderne Karten basieren auf einem klassischen System

König Ludwig XV mit Pik auf der Kleidung

Die klassischen Kartenfarben von heute (Pik, Herz, Karo und Kreuz) wurden von den Franzosen etabliert und stellen das Klassensystem in Europa zu Zeiten König Ludwigs XV dar:

  • Pik: Adel
  • Herz: der heilige Klerus
  • Karo: Kaufleute
  • Kreuz: Bauern

Vielleicht hat ein Kartenspiel dazu beigetragen, die Französische Revolution zu inspirieren?

2. Casinos in Vegas „verheizen” einen Kartenstapel innerhalb einer Stunde

Kartenstapel

In beschäftigten Nächten auf der Piste in Las Vegas sind die großen Casinos innerhalb einer Stunde mit einem Kartenstapel durch. Falls Sie sich fragen, warum: Das liegt daran, dass wenn Abnutzungen, Knicks und Markierungen auf den Karten zurückbleiben, sie Spielern dabei helfen können, in Spielen einen Vorteil gegenüber dem Casino zu bekommen, wie etwa beim Blackjack. Dafür werden zahlreiche frische Stapel in Reserve im Hintergrund bereitgehalten.

3. Casanova, der kartenspielende Trinker

Casanova

Wussten Sie, dass der weltweit berühmteste Geliebte und Womanizer Giacomo Casanova das Kartenspiel genauso liebte, wie schönen Frauen hinterherzujagen? Seine Memoiren enthüllen, wie sehr er den Nervenkitzel in seiner Heimatstadt Venedig und Casino-Clubs in ganz Europa genoss.

Wenn Sie ein gewagteres Kartenspiel mögen (vielleicht sogar Strip-Poker), dann werden Sie definitiv mit dem Stapel „'Mémoires de Casanova“ fündig, das auf den Originalmalereien von Paul-Émile Bécat aus den 1930-er Jahren beruht. Die Zahlenkarten bilden Frauen ab, wohingegen die Bildkarten und Asse liebevolle Begegnungen zeigen.

4. Bildkarten zeigen echte historische Persönlichkeiten

Kartenstapel zum Franzsösischen Reich

Die Bildkarten (Könige, Königinnen und Buben) sind einige der kultigsten Designs auf dem Planeten. Allerdings wissen nicht viele Leute, dass sie dazu geschaffen wurden, berühmte Gesichter abzubilden, einschließlich:

  • Karl dem Großen (Herzkönig)
  • Julius Caesar (Karokönig)
  • Alexander dem Großen (Kreuzkönig)
  • König David (Asskönig)

5. Kriegskarten sind eine ernste Angelegenheit

Karten der Meistgesuchtesten

Militärische Anführer und Soldaten spielen seit Jahrhunderten Kartenspiele, um sich zu entspannen, aber diese werden auch dazu genutzt, gegnerische Anführer zu identifizieren – ein lebensechtes Supertrumpf also. Beispielsweise gestalteten US-Truppen während der Golfkriege Berichten zufolge Spielkarten mit den Gesichtern bedeutender Gegner wie Präsident Saddam Hussein, der den Asskönig darstellte.

Ähnlich dem Spiel Cards Against Humanity (Karten gegen die Menschlichkeit), können Sie tatsächlich Kartenstapel mit den meistgesuchtesten Gegnern der USA während ihrer blutigen Konflikte kaufen – perfekt für einen Spieleabend mit ein paar Freunden, die politisch nicht ganz korrekt sind.

6. Spielen putscht das Gehirn

Bridge-Spiel

Aktivitäten, die das Gehirn auf kreative Art und Weise stimulieren, fördern die neuronale Gesundheit und das mentale Wohlbefinden – und dies schließt auch Kartenspiele ein. Beispielsweise haben Studien mit Bridge ergeben, dass es Bereiche im Gehirn stimuliert, die mit dem Gedächtnis, Problemlösung und Immunität in Zusammenhang stehen. Spiele wie Patience helfen dem Gehirn dabei, zu entspannen, wohingegen Poker die Entwicklung von umfassenden mentalen Fähigkeiten und das Verbessern „des Selbst“ erfordert.

Viele Kartenspiele erfordern außerdem eine persönliche Interaktion – egal, ob sie mit Freunden Canasta spielen, an einem Online-Poker-Turnier teilnehmen oder ein Live-Dealer-Spiel auf Ihrem Smartphone antreten. Geselligkeit wird mit der Abnahme von Depression und einer verlängerten Lebenserwartung in Verbindung gebracht, also können Sie ruhig behaupten, Ihr freitagabendliches Pokerspiel ist Teil Ihrer gesunden Lebensweise.

7. Das Ass im Stapel und die Steuergeschichte

Pikass

Kartenspiele waren im 18. Jahrhundert sogar so beliebt, dass die englische Regierung damit begann, eine Steuer auf Kartenstapel zu erheben. Auf der Pikass-Karte wurde extra mehr leerer Platz gelassen, damit dieser gestempelt werden konnte, sobald jemand seine Steuern bezahlt hatte. Bis heute hat das Ass oft noch einen Leerraum – der allerdings eher für Markenlogos statt für Steuern genutzt wird.

8. Das Kartenhaus mit Weltrekord

Das größte Kartenhaus

Jeder, der einmal versucht hat, ein Kartenhaus zu bauen, weiß, wie schwierig es ist, diese kleinen Papierstücke zu balancieren. Es wird Sie beeindrucken, dass der Weltrekord für das größte Kartenhaus 1992 aufgestellt wurde, als Bryan Berg eines in der Höhe von beachtlichen 7,86 Metern baute. Dabei nutzte er offenbar 2 400 Kartenstapel – und weiter nichts. Seitdem hat er seinen Rekord schon mehrmals wieder gebrochen, das letzte Mal 2010 mit einer Nachbildung des The Venetian Macau Resort Hotels.

9. Die Joker-Karte wurde von Amerikanern gestaltet

Joker-Karte

Viele Leute nehmen an, dass die Joker-Karte von dem „Narren“ im Tarot abstammt. Eigentlich wurde der Joker allerdings von Amerikanern kreiert, die Ihre Freude an einem Spiel namens Euchre gefunden hatten – einem Trickbetrügerspiel mit einer Bauernkarte aus dem 19. Jahrhundert. Der freche Bauer fand seinen Weg zu den Pokertischen entlang des Mississippi und in Stapel bunter Karten. Irgendwann entwickelte sich daraus der Joker und erlangte seinen eigenen Ruhm.